Uebertragungs-Engpaesse im Shared-Medium

Viele Internet-Nutzer stellen im Laufe der Zeit einmal Engpässe bei der Datenübertragung ihrer Breitbandzugänge fest. Häufig liegt die Ursache jedoch nicht in der mangelnden Netzqualität beim eigenen Anschluss. Indessen liegen die Probleme auch oftmals an der Tatsache, das es sich beim gesamten Netz und Diensteverkehr um ein Shared-Medium handeln kann. Zwar kommt das Phänomen grundsätzlich bei allen Zugangs-Varianten zum Tragen, hingegen fallen Ausprägung und Umfang in den verschiedenen Netzen unterschiedlich aus. Im Netzzugangsbereich stellt häufig die sogenannte letzte Meile den Engpass dar.

Mobile Internet und Breitbandkabel stellen im Zugangsbereich ein Shared-Medium dar

Vom Shared-Medium sprechen Nutzer, wenn sie sich die Netz- oder Web-Kapazitäten mit anderen teilen müssen. Offizielle Datenübertragungsraten im Zugangsnetz lassen sich an einem Anschluss allenfalls dann zusichern, wenn ein Nutzer eine eigene Leitung erhält. Ebenfalls positiv wirkt sich aus, wenn die Zahl der Nutzer vorher bekannt ist. Wenn mehrere Nutzer unregelmäßig auf die Zugänge in einem Shared-Medium zugreifen, so kann es bei hohen gleichzeitigen Zugriffsraten durchaus zu Engpässen bei der Datenübertragung kommen. Obwohl letztendlich jedes Netz mit anderen Nutzern geteilt werden muss, so gibt es doch Internetzugänge, bei denen das Netz vor Ort geteilt werden muss.

Dies ist beispielsweise beim Kabelinternet der Fall, wenn die Bewohner das Breitbandkabel im Hausnetz mit anderen im Haus teilen. Aber auch beim mobilen Internet-Zugang kann es zu Engpässen kommen, wenn sich sehr viele Nutzer in einer Mobilfunk-Zelle befinden. Besondere Auswirkungen sind zudem spürbar wenn diese gleichzeitig auf das Internet zugreifen.

Exklusive Leitungen bieten zuverlässige Breitbandübertragung

Wenn die vorhandene Zugangsleitung hingegen für nur einen Nutzer bereitgestellt ist und kein anderer daran hängt, so kann dieser stets zuverlässig diesen wichtigen Leitungsabschnitt auf der letzten Meile nutzen. Dies ist in der Regel bei FTTH aber auch bei DSL der Fall.

Shared-Medium außerhalb der letzten Meile

Bei IP-vermittelnden Diensten kommt es allerdings letztendlich immer zu einer Shared-Medium-Situation, da sich im Netz Leitungsabschnitte befinden, die von mehreren Teilnehmern genutzt werden. Falls hier die Kapazitäten zu gering kalkuliert wurden, so kann sich dies ebenfalls für den einzelnen Nutzer negativ bemerkbar machen. Allerdings sind die Auswirkungen häufig weniger gravierend als bei einem geteilten Hausnetz oder einer ständig überlasteten Mobilfunkzelle. Insbesondere im Rahmen von Fixed-Wireless-Access sind die Kapazitäten in den Zugangsbereichen kurzfristig anzupassen.

Shared-Medium Zugang
Beim Shared-Medium Zugang müssen sich mehrere Nutzer einen Bereich teilen.

Dienste- und Inhalte-Plattformen können ebenfalls ein Shared-Medium darstellen

Eine unzureichende Datenübertragung hängt darüber hinaus oftmals mit überlasteten Servern der Dienste- beziehungsweise Inhalte-Plattformen zusammen. Auch dabei kommt es durch viele gleichzeitige Zugriffe zu Qualitätseinbußen.

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